Wintertraining & Eisbaden: Sicher im eiskalten Wasser der Uckermark schwimmen
Das Schwimmen und Baden in winterlichen Freigewässern erfreut sich wachsender Beliebtheit – birgt aber auch physiologische Risiken, wenn man unvorbereitet ins Wasser steigt. Der sogenannte Kälteschock-Reflex kann zu unkontrollierter Hyperventilation und plötzlichem Blutdruckanstieg führen.
Die 5 goldenen Kaltwasser-Regeln:
- Niemals alleine ins Wasser: Immer im Tandem oder unter Aufsicht der DLRG bzw. von Trainingspartnern trainieren.
- Langsam hineingehen: Keinesfalls kopfüber springen! Den Körper Schritt für Schritt an den Temperaturabfall gewöhnen und tief und gleichmäßig durch die Nase atmen.
- Kopf und Hände schützen: Über den Kopf verliert der Körper die meiste Wärme. Eine Neoprenhaube oder Wollmütze ist auch im Wasser Pflicht.
- Zeitlimit strikt einhalten: Für Einsteiger reichen 1 bis maximal 3 Minuten. Der Kältereiz wirkt sofort auf das Immunsystem – Heldentaten sind fehl am Platz.
- Richtiges Aufwärmen nach dem Ausstieg: Sofort abtrocknen, nasse Kleidung ausziehen, mehrere Schichten Zwiebel-Look anlegen, warme Mütze aufsetzen und warmen ungesüßten Tee trinken. Kein heißes Duschen unmittelbar danach, um das sogenannte 'Afterdrop' zu vermeiden!
Bei Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ist vorab zwingend eine sportärztliche Tauglichkeitsprüfung erforderlich.